Licht im Büro - So schaffen Sie eine gelungene Arbeitsatmosphäre

Egal ob Einzelzimmer oder Großraumbüro: Die Produktivität und Konzentration Ihrer Mitarbeiter hängt zu einem großen Teil von der Bürobeleuchtung ab. Als ein sogenannter „weicher Faktor“ im Berufsalltag ist Licht im Büro der Schlüssel für eine gute Arbeitsatmosphäre und sollte daher bei der Büroplanung viel Beachtung finden. Wir zeigen Ihnen, welche Bürobeleuchtung als besonders angenehm empfunden wird und wie Sie Licht bestmöglich in Ihr Büro integrieren.

Nachteile falscher Arbeitsplatzbeleuchtung

Bevor wir Ihnen zeigen, wie Sie die Beleuchtung in Ihrem Büro optimal abstimmen, wollen wir Ihnen verdeutlichen, welche negativen Auswirkungen schlechte Bürobeleuchtung auf Menschen haben kann.

Unter schlechter Bürobeleuchtung verstehen wir:

  • zu wenig Licht
  • zu grelles Licht
  • Spiegelungen
  • Blendungen
  • zu hohe Kontraste
  • „geräuschvolles“ Licht (z.B. das Surren von Leuchtstoffröhren)

Schlechte Beleuchtung im Büro verursacht…

… Kopfschmerzen
… Nervosität
… schneller Ermüdungserscheinungen
… Fehlbeanspruchungen der Augen

All das führt dazu, dass Ihre Mitarbeiter weniger effizient arbeiten, sich öfter ablenken lassen und allgemein unmotivierter ihrer Arbeit nachgehen.

Wenn Sie hingegen einen fachkundigen Planer beauftragen, der sich um die optimale Beleuchtung der Büroarbeitsplätze kümmert, fördert das die positive Stimmung, Konzentration und folglich auch Effizienz der Arbeitskraft.

Mindest-Beleuchtung im Büro

Die beste Beleuchtung erhalten Sie ohne Frage durch große Fenster, die den Raum mit viel Tageslicht durchfluten, ohne dabei die Mitarbeiter zu blenden. Da dies leider oft nicht möglich ist, schreiben Arbeitsschutz-Vorschriften diverse Mindeststandards vor, die Sie als Arbeitgeber erfüllen müssen. Darunter fallen auch die DIN EN-Vorschriften, ASR A3.4.

Demnach ist eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux im Büro zu gewährleisten. Allerdings stammt diese Norm noch aus Zeiten, in denen in erster Linie Strom gespart werden musste. Dank moderner, energiesparender Leuchtmittel ist das heute kein Problem mehr.

Daher empfehlen wir Ihnen idealerweise eine Beleuchtungsstärke von 1350 Lux, da diese als natürlich und produktivitätssteigernd empfunden wird; mindestens jedoch 1.000 Lux.

Beleuchtung am Arbeitsplatz: Mit diesen Lichtquellen sollten Sie arbeiten

Die Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux oder mehr muss nicht in jedem Winkel des Büros erreicht werden. Stattdessen reicht es aus, Zonen mit unterschiedlicher Beleuchtungsstärke zu schaffen. Ganz so, wie es der jeweilige Aufgabenbereich erfordert. So kann es im Büro Lichtbereiche mit 750, Lux 500 Lux oder sogar nur 300 Lux geben, etwa um Energie zu sparen. Nutzen Sie helle Wandfarben und Möbel, um eine angenehme Reflexion des Lichts zu erzeugen, die den Raum gleichmäßig erhellt.

Die natürlichste Lichtquelle ist natürlich immer noch das Tageslicht. Abgesehen davon stehen Ihnen folgende Lichtquellen zur Verfügung:

  • Deckenleuchten, Hängelampen und LED-Spots als allgemeine Grundbeleuchtung
  • Schreibtischleuchten und Stehlampen für die individuelle Beleuchtung des Arbeitsplatzes

Je nachdem, welchen persönlichen Stil Sie in Ihrem Unternehmen bevorzugen, sind die individuellen Ausführungen an Lampen natürlich grenzenlos.

Beleuchtung im Büro richtig platzieren

Entscheidender als das Design der Lichtquellen ist allerdings die richtige Platzierung am Arbeitsplatz. Der Einfallswinkel der Lampen sollte so gewählt werden, dass es weder zum Schattenwurf kommt, noch der Mitarbeiter geblendet wird. Hierfür gibt es einige Richtlinien:

  • ein Mix aus Tageslicht und künstlichem Licht sowie direkter und indirekter Einstrahlung ist ideal
  • Computer-Bildschirme stehen möglichst nah und quer zum Fenster
  • Lichtquellen wie Schreibtischlampen und Stehleuchten werden seitlich zum Arbeitsplatz angeordnet
  • die Wandfarbe weist keine zu starken Kontraste oder dunklen Farben auf
  • verstellbare Lichtschutzeinrichtungen an den Fenstern helfen, den Lichteinfall zu beeinflussen

In vielen Büros hat sich eine ausgewogene Mischung aus direktem und indirektem Licht als praktisch erwiesen. Am besten eignen sich Deckenleuchten, die sich automatisch dimmen und so der Intensität des Tageslichts anpassen. Ihr Licht sollte möglichst flächig von oben und von vorne einfallen.

Für eine gute Ergänzung sorgen individuell platzierbare Stehleuchten und Schreibtischlampen. Wichtig ist es, dass die Tischlampe diagonal zur Schreibhand platziert wird. Also bei Rechtshändern auf der linken Seite, bei Linkshändern auf der rechten. Die Stehlampe macht sich am besten in Fensternähe, um eine möglichst natürliche Beleuchtung zu ermöglichen. Auch eignen sie sich gut für Doppelarbeitsplätze.

Welches Lichtkonzept am Ende zum Einsatz kommt, hängt natürlich maßgeblich von den Gegebenheiten vor Ort ab. Oft bedarf die Lichtplanung im Nachhinein noch einiger feiner Anpassungen. Schließlich wird erstin der Praxis ersichtlich, wie sich die unterschiedlichen Lichtquellen gegenseitig ergänzen oder aber negativ beeinflussen.

Die passende Lichtfarbe für die Bürobeleuchtung

Das Licht im Büro darf nicht einfach nur hell sein. Auch die Lichtfarbe hat Einfluss auf das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter.
Bei den Lichtfarben wird im Alltagsgebrauch in erster Linie zwischen warmweißem Licht, neutralweißem bzw. kaltem Licht und tageslichtweißem Licht unterschieden. Für das Büro empfehlen wir tageslichtähnliches Licht von ca. 5000 biss 6500 Kelvin. Es erinnert an das Licht an einem wolkenlosen Tag und wirkt sehr anregend und ist ideal zum Arbeiten und Lesen. Bevorzugen einige Mitarbeiter ein eher warmweißes Licht, kann dieses über ein entsprechendes Leuchtmittel in der Schreibtischlampe durch das Unternehmen angeboten werden.

Biologisch wirksames Licht im Büro

Mittlerweile gibt es eine gute Auswahl an dynamischen Beleuchtungssystemen, die das Tageslicht von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in seinen unterschiedlichen Intensitäten simulieren können. Diese intelligenten Beleuchtungssysteme bestehen in der Regel aus LEDs, die unterschiedliche Lichtfarben und -intensitäten wiedergeben. Die Beleuchtung passt sich auf diese Weise dem natürlichen Verlauf des Sonnenlichts an.

Der Vorteil dieses Lichtmanagements ist es, dass es den natürlichen Tagesrhythmus der Menschen berücksichtigt. Mittags beispielsweise scheint das Licht mit einer Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux und mehr. Am Nachmittag nimmt es eine wärmere Lichtfarbe an und scheint nur noch mit 700 Lux oder weniger.Der Biorhythmus profitiert von einer solchen dynamischen Arbeitsplatzbeleuchtung im Büro und erhält die Gesundheit der Mitarbeiter.

Fazit: Mehr Produktivität durch professionelle Lichtplanung

Ein fachmännisch geplantes Lichtkonzept fördert nicht nur die Produktivität Ihrer Mitarbeiter, sondern ist zugleich ein Beitrag zur Erhaltung deren Gesundheit. Dabei kommt es nicht nur auf die Wahl der passenden Leuchtmittel und den bestmöglichen Einsatz von Tageslicht an. Auch die Lichtfarbe und Intensität trägt erheblich zum Wohlbefinden am Büro-Arbeitsplatz bei.

Planen Sie, Ihr Büro kreativ, ergonomisch und nachhaltig zu gestalten, sind wir von MW Büroplanung gerne Ihr professioneller Ansprechpartner. Wir entwickeln individuell abgestimmte Konzepte und realisieren Arbeitswelten mit Charakter. Gerne informieren wir Sie zu unserem Leistungsangebot und führen nach Terminvereinbarung eine Vor-Ort-Besichtigung durch.

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